Februar 2018

Mercedes-Benz G-Klasse

MERCEDES-BENZ G-KLASSE

Als dienstälteste Mercedes-Baureihe hat sich die G-Klasse in den letzten 39 Jahren vom tüchtigen Geländekraxler zum Luxusmobil gemausert, das sich erst so richtig wohl fühlt, wenn asphaltierte Straßen fern sind. Nun steht die neue Generation in den Startlöchern und wird ab kommenden Juni als G500 mit V8-Motor und 422 PS für einen fast unveränderten Preis von 142.890 Euro zu haben sein – doch nicht nur in Sachen Budget bleibt sich die G-Klasse treu.


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enn vor allem optisch setzen die Schwaben auf Gewohntes. So bleiben klassische Stilelemente wie die Blinker auf der Motorhaube oder aber das am Heck angebrachte Reserverad

erhalten. Und während die neue G-Klasse rund 170 Kilogramm abge- speckt hat, legt sie sowohl in der Länge als auch in der Breite ordent- lich zu. Was vor allem den Passagieren im Fond zugutekommt. Platz- mangel herrscht nirgendswo und auch an Ablagen fehlt es nicht. Was unteranderem der Wahlhebel für das 9G-TRONIC-Automatikgetriebe zu verantworten hat, da dieser vom Mitteltunnel zum Lenkrad gewandert ist und dadurch wichtigen Platz spart.

Während sich die G-Klasse außen eher dezent verändert hat, revolutio- niert Mercedes das Interieur seines Geländewagens fürs Grobe. Mit feinsten Materialien und den zwei 12,3-Zoll-Displays, die optisch mit- einander verschmelzen und schon aus anderen Klassen bekannt sind, entstaubt sich die neue G-Klasse und macht sich fit für die Zukunft. Iko- nische Elemente, wie die schon zuvor erwähnten Blinker, aber auch die runden Frontleuchten, finden sich im Innenraum in Form der Lautspre- cher und den seitlichen Belüftungsdüsen wieder.

Doch bei all der großen Veränderung und der radikalen Modernisie- rung, welcher der Innenraum unterzogen wurde, verliert die G-Klasse ihren eigentlichen Sinn und Zweck nicht aus den Augen: Geländetauglichkeit.

Was das betrifft setzt Mercedes sogar noch einen drauf: Mit einer Bo- denfreiheit von 24,1 Zentimeter (plus 6 Millimeter im Vergleich zum Vorgängermodell), einen vorderen Böschungswinkel von 31 Grad und einen hinteren Böschungswinkel von 30 Grad (sowohl vorne als auch hinten plus ein Grad) bezwingt die G-Klasse den Berg so leichtfüßig wie nie zuvor. „Schöckl proved“ eben. •